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20.03.20 autorCura

Corona – Update 1

SARS-CoV-2

Sehr geehrte Mandanten,

 

das Team der Curacommerz ist für Sie da,  um das von der Bundesregierung beschlossene Maßnahmenpaket zur Abfederung des Corona Virus für Beschäftigte und Unternehmen bestmöglich für Sie  in Anspruch zu nehmen.

 

Bezüglich der Beantragung des Kurzarbeitergeldes beim Bundesamt für Arbeit, haben die meisten unserer Mandanten bereits mit Frau Matthes aus unserem Lohnbüro Kontakt aufgenommen. Unsere Mitarbeiter haben sich in dieser Woche hauptsächlich mit diesem Thema beschäftigt und stehen Ihnen mit Ihrem gesamten Fachwissen und Arbeitseinsatz diesbezüglich zur Verfügung.

Um Kurzarbeitergeld bereits für März 2020 für Ihre Arbeitnehmer zu erhalten, müssen sie unbedingt noch in diesem Monat einen Antrag bei dem zuständigen Arbeitsamt stellen. Gerne sind wir Ihnen dabei behilflich.

Um die steuerlichen Maßnahmen der Bundesregierung in Anspruch nehmen zu können, stehen wir Ihnen selbstverständlich auch zur Seite. Das FIBU- und Bilanzteam wird Sie ebenfalls bezüglich der beschlossenen steuerlichen Maßnahmen gegenüber der Finanzverwaltung vertreten:

 

1. Steuerstundungen

 

Stundung bedeutet Hinausschieben der Fälligkeit. Die nachweislich unmittelbar und nicht unerheblich betroffenen Steuerpflichtigen können bis zum 31.12.2020 unter Darlegung ihrer Verhältnisse Anträge auf Stundung der bis zu diesem Zeitpunkt bereits fälligen oder fällig werdenden Steuern stellen.

 

Stundungsfähige Steuern:

1. Einkommensteuer

2. Körperschaftsteuer

3. Gewerbesteuer

4. Umsatzsteuer

 

Für Lohnsteuer und Kapitalertrag- und Versicherungssteuer ist keine Stundung möglich.

Nur fällige Steuerzahlungen können gestundet werden. Sobald wir feststellen, dass eine Steuerzahlung für Sie festgesetzt wird (aufgrund eingehender Steuerbescheide, Übermittlung der Umsatzsteuer-Voranmeldung) setzen wir uns zeitnah mit Ihnen in Verbindung, um eine mögliche Steuerstundung zu beantragen.

2. Antrag auf Herabsetzung der Steuervorauszahlungen

 

Die nachweislich unmittelbar und nicht unerheblich betroffenen Steuerpflichtigen können bis zum 31. Dezember 2020 unter Darlegung ihrer Verhältnisse Anträge auf Anpassung der Vorauszahlungen auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer stellen.

 

Die nächsten Steuervorauszahlungen sind:

Gewerbesteuer II 2020: 15. Mai 2020

Körperschaftsteuer / Einkommensteuer II 2020: 10. Juni 2020

Es ist knapp, aber wir werden Anträge auf Herabsetzung der Vorauszahlungen für Sie beim Finanzamt einreichen, die die Steuerbelastung an die gesunkene Ertragserwartung für das Jahr 2020 berücksichtigen. Erforderlich hierfür ist die Darlegung, dass aufgrund der bereits eingetretenen und noch zu erwartenden Umsatzausfälle das der Festsetzung der Vorauszahlungen zugrundeliegende zu versteuernde Einkommen 2020 deutlich gemindert ist bzw. sogar ein Verlust zu erwarten ist.

Wenn das Finanzamt nicht über einen kurzfristig eingereichten Antrag umgehend entscheidet, ergänzen wir den Antrag mit einer zinslosen technischen Stundung des beantragten Differenzbetrages bis über die Herabsetzung der Steuervorauszahlung behördlich entschieden ist.

 

Wir rechnen mit einer entgegenkommenden Beurteilung der eingereichten Anträge seitens der Finanzverwaltung.

Sonderfall: Umsatzsteuersondervorauszahlung 2020 Der hessische Finanzminister hat die Rückzahlung der Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung 2020 angekündigt. Wir werden in der kommenden Woche für unsere Mandanten jeweils einen Herabsetzungsantrag der Umsatzsteuer Sondervorauszahlung 2020 auf € 0,00 für die Dauerfristverlängerung der Abgabe der Umsatzsteuervoranmeldungen stellen. Die von Ihnen gezahlte Sondervorauszahlung 2020 wird dann zeitnah erstattet, anstatt mit der Umsatzsteuervorauszahlung Dezember 2020 verrechnet.

3. Keine Vollstreckungsmaßnahmen bei allen rückständigen Steuern

 

Bei unmittelbar Betroffenen wird außerdem dem Grundsatz nach bis zum Ende des Jahres von Seiten der Steuerverwaltung auf Vollstreckungsmaßnahmen verzichtet. Dies betrifft beispielsweise mögliche Kontopfändungen. Gesetzlich anfallende Säumniszuschläge werden in dieser Zeit nicht erhoben.

 

Wir werden in Ihrem Sinne darauf achten.

 

Es ist ferner damit zu rechnen, dass laufende steuerliche Außenprüfungen unterbrochen werden und dass die Finanzämter den Publikumsverkehr einstellen werden.

 

Die Bundesregierung hat in Ihrem Maßnahmenpaket auch beschlossen eine kurzfristige Versorgung der betroffenen Unternehmen mit Liquidität auszustatten.

 

Um die, durch die Corona-Pandemie verursachten Finanznöte in den Unternehmen zu überbrücken, wurden die bestehenden Programme für Liquiditätshilfen für Unternehmen ausgeweitet. Das Volumen der Liquiditätshilfe wurde nicht auf einen Betrag begrenzt und die Bedingungen für die Kredite wurden gelockert.

 

Hierbei kommt der KfW die Aufgabe zu, die kurzfristige Versorgung der Unternehmen mit Liquidität zu erleichtern. Die KfW wird dazu die bestehenden Kredite für Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler nutzen und dort die Zugangsbedingungen und Konditionen verbessern. Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei nicht um Zuschüsse handelt.

 

Die KfW-Unternehmerkredite (für Unternehmen, die länger als 5 Jahre existieren) und ERP-Gründerkredit-Universell (für Unternehme, die in den letzten 5 Jahren gegründet wurden) werden mit einer Haftungsfreistellung in Höhe von 80 % ausgestattet.

 

Bislang hat die KfW noch keine spezifischen Kredite aufgelegt, die Unternehmen in der Zeit von Corona helfen sollen. Deshalb verweist das Bundesministerium für Wirtschaft auf bestehende Förderungen.

 

Unternehmen, Selbstständige und Freiberuflicher können diese über Banken und Sparkassen beantragen, die KfW-Kredite anbieten.

Selbstverständlich stehen wir Ihnen auch hier in vollem Umfang zur Seite. Bitte geben Sie uns Bescheid, falls wir für sie betriebswirtschaftliche Auswertungen (jährlich / vierteljährlich/ monatlich) oder andere Dokumente erstellen sollen, um so die wirtschaftliche Lage Ihres Unternehmens gegenüber den Banken dokumentieren zu können.

Derzeit wird nach Auskunft der Bundessteuerberaterkammer von den zuständigen Stellen auch geprüft, ob für Unternehmen nach dem Vorbild der Erleichterungen bei der Flutkatastrophe im Jahr 2013 ebenfalls Erleichterungen an dem heute geltenden Verfahren u. a. der Stundung der Beitragszahlungen der Gesamtsozialversicherungsbeiträge geschaffen werden. Offen ist derzeit noch, ob solche Regelungen kommen.

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Über Cura
Die Curacommerz Steuerberatungsgesellschaft mbH wurde 1977 gegründet. Mit der Übernahme des Unternehmens durch Dr. Rüdiger Zaczyk (Steuerberater/Wirtschaftsprüfer) und Norbert Krause (Steuerberater) 1998 erweiterte sich das Leistungsspektrum und aus der Curacommerz Steuerberatungsgesellschaft mbH wurde die CuraCommerz GmbH Steuerberatungs- und Wirtschaftprüfungsgesellschaft.

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